Physiotherapie für Kinder

Liebe Eltern,

sind sie besorgt über die körperliche Entwicklung ihres Kindes oder hat ihr Kind eine Verordnung vom Arzt bekommen?

Mit unseren langjährigen Erfahrungen in ganzheitlich kindgerechten Therapieformen, möchten wir Ihnen helfen, die Entwicklung ihres Kindes zu verstehen und zu fördern. In acht kindlich eingerichteten Behandlungsräumen gilt das Motto:

Therapie mit FantasieHintergrund_Bild

Bei uns ist jedes Kind willkommen, denn im königlichen Hilfsreich ist jedes Kind ein König.


Unsere Therapiefibel

© Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten – IFK e.V.

Ganzheitliche Kinderphysiotherapie

Die Behandlung hebt sich von herkömmlichen „Übungsprogrammen“ ab. Sie orientiert sich an dem, was das Kind kann und hilft ihm an dem Punkt weiter, wo es „blockiert“ist.

Die Therapie auf neurophysiologischer Grundlage unterstützt sowohl die Bewegungsentwicklung wie die Wahrnehmung, Intelligenz, Spiel und Sprache, als auch die emotionale und soziale Entwicklung des Kindes. Die Behandlung hat das Ziel, die Eigenregulationsmöglichkeitendes Kindes zu aktivieren und zu stärken, besonders in Bezug auf Bewegungsverhalten, auf Selbstständigkeit und Kommunikation. Das geschieht oft in der normalen Umgebung des Kindes: beim Klettern und Spielen. Beim Sprechen und Malen ebenso, wie beim Treppensteigen und Fahrradfahren. Deshalb sind meine Behandlungsräume kindgerecht eingerichtet und werden den Bedürfnissen des Kindes sowie dem Alters- und Entwicklungsstand entsprechend angepasst.

Durch diese ganzheitliche Sichtweise ergeben sich enge Kontakte zwischen Kind, Familie, Arzt und Therapeut. Außerdem besteht eine intensive Zusammenarbeit mit der Frühförderung  und verschiedenen Berufsgruppen.

Benötigt ein Kind Hilfsmittel, wie Einlegesohlen, Orthesen, Schienen, Korsett, Stützen, Rollator, Rollstuhl oder andere Unterstützung, so ist auch hier eine optimale Versorgung durch  qualifizierte Fachkräfte der Orthopädietechnik  vorhanden.


Im königlichen Hilfreich wartet eine Vielzahl verschiedener Therapiemöglichkeiten auf Ihr Kind:

KG – Allgemeine Krankengymnastik

Krankengymnastik ist eine Therapieform, die zum Ziel hat, die Bewegungsfähigkeit und Funktionsfähigkeit des Körpers wiederherzustellen und/oder zu erhalten.

Die Anwendung verschiedener aktiver und/oder passiver Behandlungstechniken kann beim Menschen Schmerzen beseitigen, gesunde Bewegungsabläufe wiederherstellen und unausgewogene Muskelkraft- bzw. Muskelspannungsverhältnisse ausgleichen.

Das Ziel der krankengymnastischen Behandlung ist der eigenverantwortliche Umgang mit dem eigenen Körper.

KG-ZNS-Kinder Bobath – Krankengymnastik Zentrales Nervensystem für Kinder nach Bobath

Kathleen Pöschmann im Einsatz

Die Bobath-Therapie wurde vor über 60 Jahren von dem Ehepaar Berta und Dr. Karel Bobath entwickelt. Bis heute wird die Bobath-Therapie stetig nach aktuellen Erkenntnissen entwickelt. Die Bobath-Therapie ist ein spezielles Behandlungskonzept für Säuglinge, Klein-Kinder, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer Störung des zentralen Nervensystems. Diese können in der Schwangerschaft, vor, während oder nach der Geburt entstehen.

Bereits im Säuglingsalter können individuelle Lernprozesse aktiviert und gefördert werden.

Bobath hilft unter anderem bei:

  • Entwicklungsstörungen
  • Störungen der Koordination und des Gleichgewichts
  • Bewegungsstörungen
  • Sensomotorische Auffälligkeiten
  • Tonusasymmetrien

Kindgerechte Bobath-Therapie

Die Behandlung stützt sich auf die Interessen, Motivation und Aktivitäten des kleinen Patienten, bezogen auf dessen individuelle Lebenswelt

Ziel der Behandlung ist unter anderem:

  • Funktionen zu regulieren und einzuüben
  • Fähigkeiten und Fertigkeiten zu fördern
  • Wahrnehmung und Körperbewusstsein zu schulen
  • Muskelspannungen zu regulieren
  • Haltung und Bewegungen zu verbessern
  • Aktivitäten und Selbstständigkeit im Alltag zu ermöglichen

Auch die Anleitung der Bezugspersonen und der richtige Umgang mit Hilfsmitteln zählen zum Therapiekonzept.

KG-ZNS-Kinder Vojta – Krankengymnastik Zentrales Nervensystem für Kinder nach

Mit der sogenannten Reflexfortbewegung hat der Neurologe und Kinderneurologe Prof. Dr. Vaclav Vojta (1917 – 2000) eine Therapie entwickelt, die elementare Bewegungsmuster bei Patienten mit geschädigtem Zentralnervensystem oder Bewegungsapparat auf vielfältige Weise wieder zugänglich macht.

Der Vojta-Therapeut übt beim Patienten in verschiedenen Körperlagen einen gezielten Druck an definierten Stellen des Körpers aus. Dabei werden bei Menschen jeden Alters unwillkürliche Muskelaktivitäten erzeugt, wie sie normalerweise vorhanden sind, aber bei Patienten mit Bewegungsstörungen oder Erkrankungen nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen.

Die Vojta-Therapie kann bei zahlreichen Erkrankungen eingesetzt werden, wie z. B. bei:

  • Zentralen Koordinationsstörungen im Säuglingsalter
  • Bewegungsstörungen als Folge von Hirnschädigungen (Zerebralparese, Schlaganfall)
  • Peripheren Lähmungen der Arme und Beine (Plexusparesen, Querschnittslähmungen, Spina bifida)
  • verschiedenen Muskelerkrankungen
  • Erkrankungen und Funktionseinschränkungen der Wirbelsäule (Skoliose)
  • Orthopädisch relevanten Schädigungen
  • Problemen der Atmungs-, Schluck- und Kaufunktionen
  • Zur Mitbehandlung von Fehlentwicklungen der Hüfte (Hüftdysplasie / -luxation), der Füße (Sichelfüße, Klumpfüße)

Bei Säuglingen und Kindern kann die Vojta-Therapie den Reifungs- und Wachstumsprozess günstig beeinflussen.

Funktionelle, dreidimensionale manuelle Fußtherapie auf neurophysiologischer Grundlage“ nach Zukunft-Huber ergänzen

Die dreidimensionale manuelle Fußtherapie auf neurophysiologischer Grundlage basiert auf der genetisch verankerten Bewegungsentwicklung und berücksichtigt die ganzheitliche funktionelle Bewegungsabläufe der Beinentwicklung des Säuglings. Die klassische Manuelle Therapie für Erwachsene ist nicht einfach auf den Säugling übertragbar, da die einzelnen Fußknochen bei Säugling noch nicht verknöchert sind, wodurch eine isolierte Mobilisation der Fußknochen untereinander nicht möglich ist.  In der dreidimensionalen manuelle Fußtherapie nach Zukunft-Huber handelt es sich um eine Mobilisation der Weichteile, dabei wird nicht nur mobilisiert sondern auch gedehnt und anschließend mit Bandagen gewickelt und fixiert. So lassen sich alle Arten von Fußdeformitäten (Sichelfuß, Klumpfuß, Hackenfuß, Knick-Senkfuß) bei Kindern optimal behandeln.

Blocktherapie

Intensivbehandlung 3 bis 5 x wöchentlich über 3 bis 4 Wochen nachärztlicher Rücksprache und vorheriger Genehmigung durch die Krankenkasse

Migräne-und Kopfschmerztherapie nach Kern

Viele Menschen, die an Migräne und Kopfschmerzen leiden, haben ein sehr ausgeprägtes Schmerzgedächtnis entwickelt. Das Wohlfühlgedächtnis ist somit eingeschränkt. Der Schmerz kann durch Medikamente aufgehoben werden, doch das Schmerzgedächtnis ist damit nicht gelöscht.

Durch die Migräne- und Kopfschmerztherapie nach Kern werden die anatomischen Ursachen ertastet. Verspannungen und Bewegungseinschränkungen werden vom Patienten selbst erfahren und durch den Therapeuten gelöst. Das Gewebe wird an einen schmerzfreien Zustand erinnert und dies wird als Wohlgefühl erlebt. Die Unterbrechung des Schmerzzustandes wird als positives Erlebnis gespeichert und ersetzt das Schmerzgedächtnis.

Der Patient sollte sich bei der Behandlung bewusst sein, dass es manchmal etwas Geduld benötigt um Fortschritte zu bemerken, die zum Erfolg führen.

Schroth-Therapie: Krankengymnastik nach Schroth (Skoliose-Behandlung)

—–

ATH – Krankengymnastik / Atemtherapie

Atemtherapie ist eine Form der Krankengymnastik, bei der, mit Hilfe von Atemübungen, Atemlenkung und speziellen Reizgriffen, die Atmung positiv beeinflusst wird, so dass die Lunge optimal belüftet werden kann.

Ziele:

  • Ventilation der gesamten Lunge
  • Beweglichkeit Brustkorb
  • Detonisierung Atemhilfsmuskulatur

Diese Form der Therapie wird vorwiegend bei wiederkehrenden Infekten, Asthma, bronchialen oder chronischen Lungenerkrankungen angewendet.

KG-Muko – Krankengymnastik Mukoviszidose

—-

CMD – Kiefergelenksbehandlung

Die „Craniomandibuläre Dysfunktion“ oder kurz CMD ist ein Begriff, der eine Vielzahl von Symptomen und Funktionsstörungen der Kiefergelenke und der Kaumuskulatur einschließlich der mit ihnen verbundenen Gewebe umfasst.

Die Schmerzen werden häufig lokal in den Kiefergelenken und den Kaumuskeln empfunden, vor allem beim Beißen, Kauen, Schlucken und Sprechen. Es kommt zu Gelenkgeräuschen von leichtem Klicken bis hin zum lauten Knacken, gewöhnlich in der Verbindung mit Mund-öffnungs- und Schließungsbewegungen. Des Weiteren treten Bewegungseinschränkungen auf. Ohrenschmerzen, Verspannungen der Kaumuskulatur und übermäßiges Knirschen und Pressen im Zahnbereich mit vermehrter Abnutzung des Zahngewebes können weitere Beschwerden sein. Die häufigsten Symptome sind Kopfschmerzen und Nackenbeschwerden.

Jede Altersgruppe vom Kind bis ins hohe Alter kann betroffen sein.

Die Ursachen von CMD können in drei Bereichen zu finden sein:

  • Okklusal-anatomisch“ bezieht sich auf Veränderungen in der Verzahnung, des Bisses sowie des Kieferskeletts
  • „Muskuloskelettal“ bezieht sich auf Veränderungen von Gelenken, Muskeln und Nerven
  • „Psychosozial“ bezieht sich auf Stressfaktoren und Ursachen sozialer Natur (Familie, Beruf)

Die Therapie kann passive Techniken sowie aktive therapeutische Übungen z. B. zur Verbesserung der Gelenkbewegung umfassen. Jeder Patient bekommt zudem Tipps und Übungen mit, die er zu Hause anwenden kann.

Ziele der Physiotherapie bei CMD sind:

  • Funktionsverbesserung der gestörten Unterkieferbewegung
  • Besserung der gestörten Muskelfunktion, Entspannung und Rekoordination der Muskulatur
  • Schmerzreduktion durch Regulierung der schmerzhaften Muskelspannung
MLD – Manuelle Lymphdrainage

Die Grundlagen der Manuellen Lymphdrainage (ML) sind seit langem bewährt. Ab 1950 wurde die Therapie u. a. von Dr. Emil Vodder weiterentwickelt und ist als eigenständiges Therapiegebiet medizinisch anerkannt.

Bei der ML führt der Therapeut langsame, rhythmische und kreisförmige Massagetechniken aus. Je nach Beschwerdebild des Patienten werden Arme, Beine, Kopf, Bauch oder die Wirbelsäule behandelt.

Ziel der Behandlung ist u. a.:

  • den Lymphabfluss und die Entstauung zu fördern
  • Schmerzlinderung
  • Beschleunigung der Wundheilung
  • Verhärtetes Gewebe zu lockern
MT – Manuelle Therapie

Die Manuelle Therapie ist eine Methode, die sich mit der Untersuchung und Behandlung von Erkrankungen und Funktionsstörungen des menschlichen Bewegungssystems befasst. Ziel ist es, Beschwerden wie Schmerzen und Bewegungsstörungen zu lindern, indem die Ursachen ergründet und beseitigt werden.

Hierzu werden bewegungseingeschränkte Gelenke mobilisiert und instabile Gelenke z. B. durch gezielte Kräftigung stabilisiert. Dabei kommen sowohl weiche passive, mobilisierende Techniken durch den Therapeuten als auch aktive Übungen des Patienten zur Eigenmobilisation oder Stabilisierung zum Einsatz. Der Patient erhält ein häusliches Übungsprogramm, das die Arbeit des Physiotherapeuten in der Manuellen Therapie unterstützt.

Schmerzen, veränderte Beweglichkeit und Kraftverlust deuten auf eine Funktionsstörung des Bewegungsapparats hin. Ob Hexenschuss, Kopfschmerzen oder ein sogenannter Tennis-ellenbogen – hier hilft die Manuelle Therapie ebenso wie bei Bewegungseinschränkungen nach Verletzungen mit langer Ruhigstellung.

Zur Behandlung gehören u. a.:

  • Wiederherstellung der physiologischen (natürlichen) Gelenkfunktion
  • Wiederherstellung der physiologischen (natürlichen) Muskelfunktion
  • Schmerzlinderung bei arthrogenen (gelenkbezogenen) muskulären und neuronalen (des Nervensystems) Störungen

Ziel ist das Beheben der Funktionsstörung und die Wiederherstellung der körperlichen Belastbarkeit des Patienten im Alltag und somit die Verbesserung der Lebensqualität.

WT – Wärmetherapie / Heiße Rolle

—-

Therapeutisches Klettern

(ohne Sicherung in einer Höhe von ca. 2 m)

Therapeutisches Klettern / Bouldern, ist eine Form der Therapie, bei der alle Muskelgruppen des Körpers angesprochen werden. Dazu benötigt man Muskelkraft und muskuläre Ausdauer, um sich an der Kletterwand zu halten und fortzubewegen.

Wobei hilft Klettern?

  • bei Fußfehlstellungen
  • bei Fehlstellungen der Beinachse (z.B. O-Beine / X-Beine)
  • bei Haltungsschwächen (z.B. Rundrücken, Hohlkreuz, geringe Muskelspannung, etc.)
Blocktherapie

Hierbei handelt es sich um intensive Physiotherapiemaßnahmen mit täglicher Anwendung für einen Zeitraum von 3 Wochen.

Dabei können Krankengymnastik, Bobath, Vojta, Manuelle Therapie, Tapen, Massage, Manuelle Lymphdrainage als Gesamtangebot umgesetzt werden.

Therapie mit Hund – die tiergestützte Therapie

Zu unserem Praxisteam gehört seit über einem Jahr – die Leika. Sie ist eine Golden-Doodle Hündin (eine Mischung aus Golden-Retriever und Königspudel), die am 21.04.2015 geboren wurde.

Als Co-Therapeutin ist Leika jetzt schon in unserer Praxis tätig.

Hunde begegnen jedem Menschen wertfrei – sie zeigen ihre Kooperationsbereitschaft und Anpassungsfähigkeit ohne Vorbehalte. Ihr natürliches Bedürfnis nach Zuwendung lässt unvoreingenommen und vertrauensvoll körperliche Nähe zu. Die Bindung zum Menschen macht sie zum idealen sozialen Partner auf vier Pfoten.

Hunde haben keine Vorurteile, sie wissen nichts von Alter, Krankheit, Behinderung, sozialer Herkunft oder Hautfarbe. Ihnen ist es gleichgültig, ob wir hübsch oder hässlich, mager oder fett, nach neuestem Trend oder aus zweiter Hand gekleidet sind. Sie messen uns nicht an beruflichen Erfolgen, kennen keine IQ-Unterschiede, arm oder reich – egal!!!

Hunde akzeptieren uns Menschen so wie wir sind, das haben sie uns allen voraus.

Wer behindert ist, hat es in vieler Hinsicht schwer im Leben. Hunde können dazu beitragen, dass körperliche – und auch geistige – Handicaps als weniger belastend empfunden werden. Denn während gesunde Menschen oft Hemmungen haben, mit Behinderten Kontakt aufzunehmen, kennen Hunde solche Vorbehalte nicht.

Sie verschenken ihre Zuneigung ohne Rücksicht auf Äußerlichkeiten.

Entwicklungssprechstunde (Privatleistung)

—-

Tapen – Kinesio Taping (Privatleistung)

Tapen, ist das Anbringen von elastischen oder stabilen Klebepflastern (Tapes). Diese können entlastend, anregend oder unterstützend angelegt werden, um Fehlhaltungen zu vermeiden bzw. positiv zu beeinflussen.

Tapen kann z.B. bei Säuglingen zur Korrektur einer Fußdeformierung (Sichelfuß) unterstützend eingesetzt werden.